Donnerstag, 23. März 2017

Via Claudia Augusta



Eine der größten Römerstraßen führte vor langer Zeit einmal durch die Ortschaft Rabland und das war die Via Claudia Augusta. Diese Handelsstraße führte von Donauwörth bis nach Venedig. Sie war die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Norditalien und dem süddeutschen Raum. Im Jahr 1552 wurde in Rabland ein römischer Meilenstein gefunden, der diese römische Handelsstraße nachwies. Das Original des Meilensteins findet man heute im Stadtmuseum Bozen. Jedoch ist es jederzeit möglich die Kopie aus Laaser Marmor beim heutigen Restaurant Hanswirt zu besichtigen. 
Ein weiteres Fundstück der Römerzeit ist der Grabstein des verstorbenen Sohnes eines Römers beim Hochhubenhof in Partschins. Diejenigen, die die Via Claudia Augusta hautnah erleben möchten, denen empfehlen wir die Strecke von der Donau bis zur Adria mit dem Fahrrad zu entdecken. Die Fahrradroute ist sehr gut ausgebaut und es eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, neue malerische Orte und ihre Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Wer es nicht ganz so sportlich angehen möchte, kann nach Partschins kommen und dort die römischen Fundstücke besichtigen (wöchentliche kunsthistorische Führungen durch Partschins, Rabland und Töll). Weiteres kann man auch ganz bequem Teile der Via Claudia Augusta mit dem Fahrrad abfahren und mit dem Zug wieder zurückfahren.

Gastpost von Praktikantin Claudia Terzer





Donnerstag, 16. März 2017

Emsige Bienen und fleißige Imker



Über 100 Jahre Imkerverein Partschins
Schon seit ungefähr 115 Jahren wird die Bienenzucht in Partschins betrieben und aus dieser Begeisterung für Bienen entstand der „Bienenzüchter-Zweigverein für Partschins und Umgebung“. Der Verein wurde am 29. Dezember 1901 mit 14 Mitgliedern gegründet und Jahr für Jahr kamen immer mehr neue Mitglieder dazu. Während dem 1. Weltkrieg wurde die Tätigkeit des Imkervereins stark eingeschränkt, sodass erst im Jahr 1919 die Tätigkeit des Vereins wieder normal aufgenommen werden konnte. Nach der Loslösung Südtirols von Nordtirol und Österreich wurde der wirtschaftliche Verkehr der Imker stark eingeschränkt und der Verein trat dem „Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutsch-Südtirol“ bei. Heute zählt der Imkerverein Partschins an die 40 aktive Mitglieder und wird immer noch mit demselben Enthusiasmus wie bei der Gründung vor über 100 Jahren geführt.

Bienen und Honig
Wandert man im Frühling durch die Partschinser Apfelwiesen, kann man Bienen beobachten wie sie die ersten Blüten der Apfelbäume bestäuben, damit über den Sommer viele saftige Äpfel an den Bäumen heranreifen können. Damit wir 1 Kilogramm süßen und leckeren Honig genießen können, müssen Bienen 20 Millionen von Blüten anfliegen, um ihren Nektar zu sammeln. Jedoch ist die Biene nicht nur nützlich, um Honig zu produzieren, sondern sie ist lebenswichtig für jeden Menschen auf der Erde. Denn damit Pflanzen überhaupt Früchte tragen, sind Bienen notwendig. Doch der Honig der Biene schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch in der Medizin sehr hilfreich, denn Honig hilft bei Husten und auch bei einer herannahenden Erkältung sehr effektiv. Sehr bekannt sind auch die aus Bienenwachs hergestellten Kerzen, die aus dem Wachs der Waben hergestellt werden. Diese Kerzenherstellung ist schon seit dem Mittelalter bekannt und auch heute noch sind diese sehr beliebt.
Veranstaltungs-Highlight: Die Welt der Bienen und des Honigs mit kleiner Verkostung am 25. Mai und 8. Juni. Hier klicken für weitere Infos.

Gastpost von Praktikantin Claudia Terzer

Montag, 12. Dezember 2016

Peter Mitterhofer, seine Erfindung und seine Reisen nach Wien

Symbol für den Peter Mitterhofer Kulturwanderweg Partschins
Ganze zwei Mal ist Peter Mitterhofer, der Erfinder der Schreibmaschine, zu Fuß von Partschins aus an den Kaiserlichen Hof nach Wien gegangen.

Das erste Mal aufgebrochen ist er am 12.12.1866 - vor 150 Jahren - auf dem Rücken seine Krax mit dem damals noch verkannten wertvollen Gut - der ersten Schreibmaschine. Der Zimmermann und Musikant Peter Mitterhofer wurde damals für seine Tüfteleien und Erfindungen von den meisten milde belächelt.

Franz Ferdinand, Ritter von und zu Goldegg und Lindenburg, Mäzen der Künste und Visionär, hat ihn aber ernst genommen und unterstützt.
Ein Briefwechsel, den Peter Mitterhofer mit ihm geführt hat, konnte belegen, dass jene Schreibmaschine, welche im Technischen Museum in Wien im Keller - zufällig gefunden wurde - die seine ist.

Mehr zu Peter Mitterhofer finden Sie hier:

Peter Mitterhofer - Verkannes Genie 

2xWien hin und zurück per pedes

Das Sagschneiderhaus auf der Töll

Das Zimmerhaus im Obergarten

Hier hat Peter Mitterhofer die 1. Schreibmaschine erfunden. Sein Wohnhaus in der nun nach ihm benannten Peter Mitterhofer Straße










Mittwoch, 30. November 2016

Kaki leuchten als wären's Weihnachtskugeln


Keine Weihnachtskugeln, dafür leckere Kaki, die sich derzeit ins schönste Orange färben, zieren die rechte Seite der Dr. Friedrich von Sölder-Gasse - auch "Höllgassl" genannt.

Für die ausgleichende Farbharmonie sorgt der prächtig gelb-schillernde Gingko linkerseits des Gassls

Ein traumhaftes Bild mitten in Partschins, bei welchem jedes Fotografen-Herz höher schlägt!






Donnerstag, 24. November 2016

Ururgroßmutters Rezepte




Wir lieben sie! Die althergebrachten Keks-Rezepte, die schon die Großmutter verwendet hat, um die gemütlichen Stuben in adventlichen Duft zu hüllen. So gibt es Rezepte zum klassischen Butterteig, für Zimtschnitten, süße Kümmelküchlein und viele mehr.


Diese hier sind noch handgeschrieben und aus der Zeit, als Südtirol noch Teil von Österreich war (1875). Mittlerweile genießen wir auch das italienische Pan di Tonio (den klassischen Panettone) auf unserem reich gedeckten Tisch. Hier, wo zwei kulinarische Kulturen aufeinandertreffen, lässt sich gut genießen!

Wer diese Rezepte, die hier abgebildet sind, nicht gut lesen kann (wir schaffen's leider nicht), dem legen wir unsere Weihnachts-Rezepte (hier klicken) nahe!

Gutes Gelingen!

Wir wünschen eine entspannte und gemütliche Adventszeit!

Wer Partschinser Kekslen direkt vor Ort verkosten mag, dem empfehlen wir einen Besuch auf unserem schmucken, kleinen Adventszauber-Standl direkt am Kirchplatz!

Montag, 31. Oktober 2016

Allerheiligen und Allerseelen




Der 1. November ist auch bei uns in Südtirol der christliche Feiertag Allerheiligen, an welchem der Heiligen gedacht wird.

Da der 2. November, Allerseelentag, kein Feiertag ist, wird am 1. November ebenso der verstorbenen Angehörigen gedacht und die Gräber mit Lichtern besonders geschmückt.

Gleichzeitig ist es an Allerheiligen Brauch, den Patenkindern Geschenke zu überreichen.















Hauptsächlich wird Kleidung für den Winter geschenkt, sowie der klassische Fochaz dazu gebacken. Dieses Hefegebäck wird ebenso wie an Ostern, in Form eines Hasen, einer Henne, oder klassisch als Zopf geformt.















Was viele nicht wissen: Halloween, der Brauch aus den Vereinigten Staaten leitet sich aus der englischen Bezeichnung "All Hallows Eve" (Aller Heiligen Abend) ab, es ist dies der liturgische Vorabend von Allerheiligen, an dem ursprünglich der Verstorbenen gedacht wurde.


Freitag, 28. Oktober 2016

Wir lieben bunt!


Herbstimpressionen am Biotop Rabland:
oben wolkenlos blau,
unten buntes Farbenspiel in rot-gelb-grün.

www.partschins.com


Wir sind alle Blätter an einem Baum,
keins dem andern ähnlich,
das eine symmetrisch,
das andere nicht,
und doch alle gleich wichtig
dem Ganzen.

Gotthold Ephraim Lessing